Bericht über den Ausflug nach Spital am Pyhrn, Österreich

Am Samstag, den 31.10.2020, machten wir mit der Gruppe einen Ausflug nach Spital am Pyhrn. Dort besuchten wir die Dr. Vogelgesang-Klamm. Es war ein sehr schöner und interessanter Ausflug und ich möchte im Folgenden gerne darüber berichten.

Wir trafen uns am Samstag um 7.25 Uhr am Hauptbahnhof Linz um von dort aus nach Spital am Pyhrn zu reisen. Die Zugfahrt dauerte circa 90 Minuten und war sehr angenehm. Schon vom Zug aus konnte man die bergige Landschaft sehen als wir uns Spital am Pyhrn näherten. Das Wetter war den ganzen Tag über auch sehr sonnig und angenehm, was den Ausflug umso mehr verschönerte.

Als wir ankamen wurden wir von unserer Reisebegleiterin Sabine herzlich in Empfang genommen. Sie zeigte uns die Route zur Stadt und so machten wir uns auf dem Weg nach Spital um uns dort nochmal mit Sabine zu treffen, da sie einige Vorbereitungen für die Wanderung erledigen musste. Spital am Pyhrn ist eine kleine Gemeinde und sehr übersichtlich, da dort nur 2.215 Menschen leben.

Wir versorgten uns vor der Wanderung noch schnell mit den nötigsten Vorräten und liefen dann zusammen mit Sabine in Richtung der Dr. Vogelgesang-Klamm. Durch die kleine Gemeinde zu laufen war für mich besonders interessant, da zu bemerken war, dass die Menschen, die an so kleinen Ortschaften leben, doch einen anderen Lebensrhythmus haben als wir. Eine gewisse Gelassenheit und Ruhe war deutlich zu erfühlen. In Kombination mit dem atemberaubenden bergigen Hintergrund hat das für mich einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Freizugängliches Quellwasser war für mich auch etwas Besonderes, da es einerseits gratis war und schmackhafter war als das Wasser, was wir in NRW im Supermarkt kaufen können.

Vor der Klamm erklärte uns Sabine, dass es ziemlich rutschig werden würde und riet uns stets einen festen Stand zu haben. Sie behielt recht, denn die feuchten, hölzernen Passagen waren wirklich sehr rutschig und teils auch sehr steil. Sabine sagte uns, dass die Holzwege durch die Klamm im frühen 20. Jahrhundert errichtet wurden. Es war dort auch sehr laut, da unter uns das Wasser recht stark strömte.

 

 

 

 

 

 

 

Auf dem Weg nach oben trafen wir auf duzende Wasserfälle und wir bewegten uns fast ausschließlich zwischen den Bergwänden. Es war sehr faszinierend und teilweise sogar einschüchternd. Nichtsdestotrotz empfand ich und bestimmt jeder andere der Gruppe auch, dass es wunderschön war. Wir schossen viele Bilder, denn ich habe für meinen Teil noch nie eine Klamm besucht. Wir nahmen uns an einer geeigneten Stelle sogar die Zeit um mit den Füssen kurz ins Wasser zu gehen. Es war sehr kalt und Sabine informierte uns darüber, dass das Wasser nur 3-4 Grad Celsius hatte. Diese Abkühlung tat uns sehr gut, da sich die Füße danach wieder schnell aufwärmten.

Als wir oben ankamen machten wir uns auf den Weg zu einer Hütte, wo wir uns kurz von der Wanderung durch die Klamm ausruhten. Es war ein schönes kleines Häuschen auf den Bergen und hat auf mich einen sehr idyllischen Eindruck hinterlassen.

Wir waren dort auf circa 1000 Meter Höhe und von Bergen umgeben, die zum Teil auch mit Schnee bedeckt waren. Mir kam es teilweise schon unecht vor, da man solche Orte in der Regel nur von Fotos oder Videos kennt. Ich war also in diesem Moment echt dankbar, so einen Ort mit eigenen Augen zu sehen.

Sabine gab uns vor dem Wanderungsantritt jeweils noch zwei große Nägel in die Hand welche wir nun brauchten. Sie klopfte einen Nagel in einen Pfahl und unsere Aufgabe war es, ohne Hilfsmittel alle anderen Nägel auf diesen zu balancieren. Diese Aufgabe war nicht einfach aber nach einer Weile des Überlegens stießen wir auf die Lösung.

Der Weg zum Camp führte uns durch den Wald und wir sahen sogar ein Paar Rehe auf unseren Abstieg. Das Camp hatte eine sehr angenehme Atmosphäre, da es aus zwei Holzhütten und einer Feuerstelle bestand. Das Camp hat auf mich einen sehr einladenden und wärmenden Eindruck hinterlassen.

Wir sammelten etwas Feuerholz aus der Hütte und machten uns so ein Lagerfeuer, das uns alle wärmte. Anschließend bereitete Sabine für uns noch einen Tisch mit Würsten, Salat und Brot vor. Es war für uns alle sehr schön am Lagerfeuer zu sitzen und uns unsere Würste an der Feuerstelle zuzubereiten. Eine für mich sehr angenehme Erfahrung. Als wir fertig gegrillt haben, spielte und sang uns Maren noch einige sehr schöne Lieder. Ich spielte auch mit Marens Gitarre, da diese einen sehr warmen und vollen Klang hat.

Zum Schluss erklärte uns Sabine den Weg zurück zum Hauptbahnhof und wir verabschiedeten uns von ihr. Um 7.30 Uhr abends nahmen wir den Zug nach Linz zurück.

Ich denke, dass schon in diesem Bericht deutlich wird wie sehr ich diesen Tag genossen habe und ich denke, dass es eine wunderbare Erfahrung für jeden aus der Gruppe war. Ich bin also sehr dankbar, dass ich daran teilnehmen konnte.

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